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„Africom schließen!“

Fotos der Demonstration beim Africom in Stuttgart-Möhringen

14. Juli 2013

Mehr Infos zum Thema bei den Veranstaltern der Demonstration:

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Zaungäste und Robocops

Gehört behelmte Polizei mittlerweile zum Stadtbild dazu?

23.10.2011 – Stuttgart

Vor über 2 Jahren, am 01.Mai 2010 in Berlin, habe ich zum ersten Mal behelmte und in voller Kampfmontur ausgerüstete PolizistInnen im Einsatz aus nächster Nähe miterlebt. Bei dieser mindestens bundesweit bekannenten revolutionären 1.Mai-Demonstration sicherlich nichts allzu Außergewöhnliches. Seit diesem Tag war ich bei sehr vielen weiteren Demonstrationen mit gleichzeitigem Polizeigroßeinsatz dabei.

Meinem persönlichen Gefühl nach hat sich die Zahl der Gelegenheiten, bei denen ich auf Bereitschaftspolizisten treffe, in den letzten 2 Jahren sehr erhöht. Natürlich hat das mit meinem Beruf als Fotojournalist zu tun und damit, dass ich solche Gelegenheiten in gewisser Weise auch suche. Doch als ich letzten Samstag in Göppingen bei der Gegendemonstration zu einem Naziaufmarsch war, ist mir aufgefallen, dass es da eine Gruppe gibt, deren Beteiligung am Geschehen mir vorher nicht so bewusst gewesen ist: die Zaungäste. Sie sind diejenigen, die neben den DemonstrantInnen auf der einen Seite, den PolizistInnen auf der anderen und den FotografInnen und JournalistInnen irgendwo dazwischen, mehr oder weniger zufällig vor Ort sind. Es ist die Gruppe der Schaulustigen, PassantInnen oder AnwohnerInnen. Gerade in Göppingen sind mir vermehrt Menschen begegnet, hauptsächlich solche, die mit Lederhosen oder Dirndl bekleidet waren, die schnurstracks zum Bahnhof gingen oder an einer Ecke standen und auf jemanden gewartet haben und dem Anschein nach so gut wie gar nicht auf das massive Polizeiaufgebot reagierten. Allenfalls haben sie ihren Unmut darüber nach außen getragen, dass sie nicht ohne Weiteres und ohne Umwege in Richtung Bahnhof gehen konnten, um von dort aus zum Stuttgarter Volksfest zu fahren. weiterlesen


S21-Gegner geht für 10 Tage in den Knast


Blockupy Frankfurt – two days in the Forbidden City

It almost seemed as if the City of Frankfurt, Hessian Police and, after all, any court up to the Federal Constitutional Court (in German: Bundesverfassungsgericht, BverfG) went paranoid and hysterical all together and at once. What seems quite obviously as escalating scare tactics for justifying the prohibition of the Blockupy days of action against the crisis regime of the European Union, is in its absurdity hard to top. Yet, those massive constrictions of constitutional right had to be explained towards the public somehow. Creative expression of opinions far from predictable well-ordered marches can be oh so threatening. Far more awkward state paranoia is merely possible. Shame on you, Frankfurt!

Frankfurt blocks itself

And so Frankfurt got into this self-decreed state of emergency for several days: Complete closure of the financial district. Several tram lines running with restricted service, several subway stations closed. Furthermore, Frankfurt citizens are instructed not to leave any waste containers or bulky waste in free accessible areas at their doorsteps from Thursday till Monday. The Frankfurt University closes two of its campuses: Campus Bockenheim and Campus Westend. Bankers are advised by policy only to wear casual clothes. Many of them are working at home office, some are even said to have taken refuge in Mannheim (which is about 90 km / 56 miles from Frankfurt).

Parents are suggested to better keep their children at home and not to take them to kindergarten if it is located in the city centre. More than half of the many ritzy stores are barricaded with chipboard. Finding a simple still accessible ATM might take you ages. Explanatory statements varying between “We cannot completely exclude violent riots during the next days”, “there is a big event in the city centre” and “there is a construction site”, even if there actually isn’t any. weiterlesen


Blockupy Frankfurt


Mappus weg. Ja und?

Jetzt ist es schon über ein Jahr her als ich mit mehreren zehntausend Menschen auf dem Schlossplatz stand und die in Erfüllung gegangenen „Mappus weg!“-Rufe feierte. Winfried Kretschmann…der erste grüne Ministerpräsident war „gekrönt“. Ich glaub von da oben sieht alles ziemlich winzig aus. S21 ist wohl kleiner als er vorher gedacht hat. Als dann die Verhinderung davon nicht mehr ganz so wichtig und dringend war, hieß es plötzlich „Kretschmann weg!“ und „Nie wieder grün!“.

Parkleitsystem für die Jubilare beim Haus der Architekten

Heute feiert Grün-Rot ein Jahr Koalitionsvertrag und ich bin sehr verwirrt und sauer. Ich habe vor über einem Jahr voller Überzeugung Grün angekreuzt. Aber was ich dafür bekommen habe, kann doch wirklich nicht alles gewesen sein: S21 nicht verhindert. Was haben die denn sonst so das ganze Jahr gemacht als S21 nicht zu verhindern? Ach ja…die Studiengebühren wurden abgeschafft! Das habe ich noch mitgekriegt. Was anderes fällt mir da gerade nicht ein. Aber vielleicht gibts da ja noch mehr, was gar nicht so übel ist. Mich würde es freuen…Es wäre ein weiterer Erflog der K21-Bewegung, neben der Abwahl von Schwarz-Gelb. Und ich hätte vor einem Jahr auf dem Schlossplatz nicht ganz so umsonst gejubelt.


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