Monatsarchiv: August 2013

Brandschutz im Stuttgarter Hauptbahnhof: Löschwasser-Hydranten seit über 1 Woche außer Betrieb

Schon seit einer Woche sind die Wandhydranten der Löschwasser-Anlage im Stuttgarter Hauptbahnhof außer Betrieb. Die Firma Imtech, die offensichtlich für den Brandschutz verantwortlich ist, war schon beim fehlerhaften Brandschutzanlage des BER negativ aufgefallen.

Bild

Letzte Woche am Freitag erhielt ich einen Anruf im PS-Büro: Eine Mahnwächterin berichtete, dass die Wandhydranten der Löschwasser-Anlage im Erdgeschoss des Stuttgarter Hauptbahnhofs außer Betrieb seien. Der Fotograf Wolfgang Rüter dokumentierte die gekennzeichneten Hydranten (Fotos in meinem BAA-Artikel).

Eine Woche später, also am 16.8., wollte ich überprüfen, ob die Hydranten noch immer außer Betrieb waren. Und tatsächlich: Noch immer waren alle Wandhydranten im Erdgeschoss des Hauptbahnhof mit den „außer Betrieb“-Hinweisen gekennzeichnet. Nun wollte ich das Ganze nicht auf sich belassen, denn sollte es zu einem Brand kommen, wäre es doch wohl fatal, wenn kein einziger Hydrant in Betrieb ist.

Von der Feuerwehr zur EnBW zur DB  – wer ist denn nun zuständig?

Also rief ich zunächst bei der Abteilung Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz der Stadt Stuttgart an. Hier wurde mir mitgeteilt, dass nicht sie für die Löschanlagen zuständig seien, sondern die EnBW. Ob es nicht gefährlich sei, so ganz ohne funktionierende Hydranten in dem Bereich, wollte ich wissen. Aber das sollte ich dann mit der EnBW klären. Also rief ich bei der EnBW an und erfuhr, dass die Zuständigkeit der EnBW sozusagen an der Haustür aufhört. Allein die Bahn sei für die Löschwasser-Anlage zuständig.

Brandschutz muss bis Montag warten

Da es mittlerweile schon gegen 18 Uhr war, konnte ich niemanden mehr bei der Pressestelle in Stuttgart erreichen. Die Mitarbeiterin der Berliner Pressestelle riet mir, es per Email mit meinen Fragen zu versuch. Und tatsächlich erhielt ich ein paar Stunden später eine Antwort vom BW-Sprecher: Er habe gerade Urlaub, aber sein Kollege würde sich am Montag um meine Fragen kümmern. Da eine nicht-funktionierende Löschwasser-Anlage im Erstfall Leben kosten kann, warte ich mit meinem Bericht nicht bis Montag. Falls ich dann eine Antwort erhalte oder die Wandhýdranten wieder funktionieren werde ich das hier ergänzen.

Wo bitte geht’s zu den funktionierenden Lösch-Hydranten?!

Heute, am Samstag, habe ich mir nochmal die Hydranten angeschaut. Trotz meiner gestrigen Telefonate waren sie alle noch außer Betrieb. Außerdem habe ich nach alternativen Hydranten im Hauptbahnhof gesucht. Auf der Erdgeschoss-Ebene konnte ich keinen entdecken. Auf der Hinweistafel mit dem Flucht- und Rettungsplan waren sie nicht eingezeichnet. Oben bei den Gleisen konnte ich dann doch einen Hydranten entdecken und weitere ganz unten bei den Gleisen der U-Bahnen. Sicher nicht genug, wenn es tatsächlich brennen sollte. Außerdem ist eine der drei Türen des Haupteingangs auch seit über einer Woche defekt.

Auch das noch: Firma Imtech und das BER-Debakel

Wie ich dann einem Artikel aus dem Berliner Tagesspiegel entnehmen konnte, war die Firma Imtech, die offensichtlich die „außer Betrieb“-Hinweiszettel an die Hydranten angebracht hatte, schon an der fehlerhaften Brandschutzanlage des BER beteiligt. Einer der wichtigsten Gründe übrigens, warum der Eröffnungstermin des BER verschoben werden musste. Bei unserem „Glück“ hier, wird sich die Firma Imtech auch um den Brandschutz bei S21 kümmern.

Aus dem Wikipedia-Artikel erfuhr ich dann, dass zudem Thomas Wüppesahl von der Firmenleitung beauftragt wurde, interne Korruption zu ermitteln. Aber er ermittelte anscheinend zu intensiv, erkannte mafiöse Strukturen und erhielt am Ende Hausverbot.

BildBildBildBild

 

Advertisements

Tagebuch eines Aussteigers – Teil 1

Hier veröffentlichen wir in loser Folge die Briefe von Thomas, der nach 8-monatiger Vorbereitung seine Wohnung in Stuttgart kündigte, um in einem 4 Ar großen Gartengrundstück – so naturverträglich wie möglich – im Schurwald zu leben. Ganz aus der Gesellschaft ausgestiegen ist Thomas aber nicht, seine politische Arbeit führt er mitten aus der Natur fort. Fragen, Zuspruch, Briefe (hier gehts zur Anschrift) etc. leiten wir gerne an ihn weiter.

1. August 2013

Heute ist der erste Tag von meinem Experiment. Gestern war die offizielle Wohnungsübergabe und Schlüsselübergabe meiner bis dato bezogenen Wohnung in Stuttgart.

Ab heute ist es so, dass sich nur noch eine Postanschrift im Stuttgarter Westen habe und ansonsten in meinem Garten im Schurwald lebe. Das Gartenhaus-Grundstück ist ca. vier Ar groß, hat eine kleine Hütte von ca. 5 m², mehrere Streuobstwiesenbäume, Hasselnuss, Wacholder und Brombersträucher. Es ist sehr schön verwachsen und in ca. 100 m ist eine Quelle (sogar Trinkwasser). weiterlesen


%d Bloggern gefällt das: